„Where the children sleep“

Dem Zauber des Moments, wenn ein Kind einschläft, kann sich wohl kaum jemand entziehen. Wie schlafen unsere Degerlocher Flüchtlingskinder ein …? Auf diese Frage hat mich ein faszinierender Fernsehbeitrag gestoßen: Der schwedische Fotojournalist Magnus Wennman hat fotografiert, wo und wie syrische Kinder auf der Flucht und danach schlafen, um so „von der inneren Wahrheit der Flucht“ zu berichten. Ein fünfminütiger Beitrag in der ARD-Mediathek gibt einen kleinen, sprechenden Einblick: Where the children sleep.

Was haben die Degerlocher Flüchtlingskinder erlebt, bevor sie hier in die Flüchtlingsunterkunft kamen? Wie ging Kinderleben in ihrer Heimat? Und natürlich auch: Was haben sie auf der Flucht erlebt? Im Moment stehen diese Fragen im Hintergrund. Noch sind die Antworten Spekulation. Die Kinder und ihre Familien sollen Kontakte knüpfen, unsere Sprache lernen, spielen, sich in der Schule zurechtfinden. Im Moment steht im Vordergrund: Was brauchen die Flüchtlingskinder, um hier ins Degerlocher Leben zu finden? Doch die Fragen sind Zwillingsschwestern. Sollen die Kinder wirklich, also seelisch gesund wieder in den Alltag finden, braucht ihr bisheriges Leben einen guten Platz darin.

Mögen sie hier in Degerloch gut und behütet schlafen, vor allem nachdem sie einen Nachmittag lang mit uns auf dem Spielplatz getobt haben!

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